Besuch im Kreishaus

So, ich hatte grade meinen Termin im Kreishaus, um mit der zuständigen Person für Breitband-Internet zu schnacken. Leider habe ich nicht alles in Erfahrung bringen können was ich wollte, da der Kreis mehr mit der Ausschreibung, als mit der genauen Planung zutun hat. Für mehr Informationen muss man bei den einzelnen Gemeinden anfragen, die wissen mehr (wann es wo losgeht und welche KVz). Deshalb werde ich jetzt einen Termin bei der Gemeinde Hiddenhausen machen.

Ich konnte allerdings einen Blick auf die Karte in hoher Auflösung werfen, und habe gesehen das Lippinghausen noch großzügiger ausgebaut wird als ich dachte. Allerdings, habe ich auch erfahren das die Karte mehr so eine Art Vorab-Planung ist. Das heisst es wird eventuell hier und da nochmal etwas geändert.

Was ich erfahren habe war, das der Kreis Herford eine Ausschreibung für den Ausbau gemacht hat, und sich kein Internetanbieter gemeldet hat. Darauf hin hat der Kreis beschlossen Fördermittel vom Land zu beantragen. In einer neuen Ausschreibung haben sich vier Anbieter gemeldet, darunter die Telekom und EWE Tel. Der Kreis hat darauf hin natürlich verglichen welcher Anbieter was zu welchen Preisen und Konditionen macht. Bevor etwas enschieden wurde hat die Telekom aber von sich aus gesagt wir machen es auch ohne Fördergelder… und was danach passiert ist steht in der Presse Mitteilung vom Kreis.

Was ich auch noch erfahren habe ist, das es im Kreis Herford tatsächlich noch Gebiete gibt die nicht mal DSL Light haben, sondern sich noch per ISDN/Analog Modem einwählen müssen, und sogar Gebiete die gar kein Internet haben. Das sind natürlich ganz wenig Gebiete, aber es hat mich dennoch überrascht.

Eine weitere erfreuliche Info von diesem Treffen ist, das die Telekom nicht nur Festnetz/DSL ausbauen will, sondern auch Mobilfunk, also LTE.

Baubeginn an Bünder Straße im April

http://www.nw-news.de/owl/kreis_herford/hiddenhausen/hiddenhausen/10205549_Baubeginn_an_Buender_Strasse….html
Hier ein Screenshot des Artikels, falls die Seite nicht mehr existiert

„Am 24. Februar lädt die Gemeinde zu einer Informationsveranstaltung in die Aula der Grundschule,
um ihre Pläne den Bürgern vorzustellen.“

http://www2.hiddenhausen.de/index.php?object=tx|1500.1041.1&ModID=11&FID=1500.8996.1&NavID=1500….
Hier ein Screenshot des Artikels, falls die Seite nicht mehr existiert

„Parallel dazu wird die vorhandene Kanalisation in der Straße erneuert und erweitert.“

Neue Rohre, soso! Ich denke, da werde ich mal vorbei schauen und mal nachfragen ob die Telekom auch Kabel zieht.

Ausgangssituation #3

Jetzt gibt es mal ein paar Fotos von der „Outdoor-Hardware“:

HVt = Hauptverteiler
KVz = Kabelverzweiger
EVz = Endverzweiger (Typ EVza 64 a)

Das ist der Kabelverzweiger an dem ich angeschlossen bin. Er steht an einer Straßenkreuzung.
Ich finde, daneben ist noch wunderbar Platz für einen Outdoor DSLAM ;)

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Hier nochmal derselbe KVz, diesmal geöffnet. Der nette Herr auf dem Bild kam von einem Subunternehmen der Telekom und hat meinen Anschluss geschaltet. Die Drähte im KVz werden übrigens tatsächlich gelötet. Zumindest in diesem hier.
Der Mann meinte das der KVz schon sehr alt sei, was mich ehrlich gesagt nicht wundert, da auf der Tür noch ein Post-Logo ist…

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Das ist der HVt an dem mein KVz hängt.

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Hinter dem HVt ist noch ein Parkplatz der offenbar mit zum HVt gehört (ist mit eingezäunt). Darauf stehen ein paar Rollen mit Schläuchen. Da das Tor des Grundstücks offen stand, und kein „Betreten Verboten“ Schild etc. zu sehen war, war ich mal so frei mir das anzugucken. Auf den angeklebten Lieferscheinen stand auch dick Telekom drauf ;)

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Die Kabellänge vom HVt bis zum KVz beträgt 2,6 Kilometer.
Die Kabellänge vom KVz bis zum EVz beträgt 120 Meter.
Die Kabellänge vom EVz bis zum Modem beträgt weniger als 0,5 Meter

Die gesamte Leitungslänge ist also etwa 2720 Meter.

Ausgangssituation #1

Stand der Dinge ist folgender: Ich wohne in einem Ein-Familien Haus, und mein Anschluss ist der einzige mit DSL in diesem Haus. Es gibt zwar noch einen weiteren Anschluss, aber das ist nur eine analoge Telefonleitung ohne DSL für ein altes Ehepaar das unter mir wohnt.

An meiner Leitung ist ADSL2+ mit DSL 16.000 geschaltet, wovon etwa 10.000 ankommen. Anbieter ist EWE Tel. Bei Vertragsabschluss habe ich einen klassischen Anschluss gewählt, da ich keinen Sinn darin sehe VoIP zu nutzen, solange weiterhin Annex-B geschaltet wird. Traurig ist auch das die Telekom seit 2006 ihren Mitbewerbern (die sich das Telekom Netz einmieten) gestattet Annex-M zu schalten, was bei mir genau das richtige wäre, da mein Anschluss analog, also ADSL-over-POTS ist. EWE hält das jedoch nicht für nötig (die meisten anderen Anbieter aber leider auch nicht).
Aber genug davon, wer mehr wissen will, sollte hier lesen: http://de.wikipedia.org/wiki/G.992.1

 

Was die Router bzw. Modem Hardware betrifft, so muss ich sagen das ich zu den über 50% der deutschen Haushalte gehöre, die eine AVM Fritzbox nutzen. Viele Profis und Nerds verdrehen jetzt vielleicht die Augen, und sind der Meinung das so ein Mainstream Produkt ihnen auf keinen Fall in die Hütte kommen würde. Das wichtigste für mich ist aber höchstmögliche Bandbreite und maximale Stabilität der Leitung, und da habe ich bisher nichts besseres als die Fritzboxen vom AVM in der Hand gehabt. Ich bin kein AVM Fanboy, aber ich kann mir nicht vorstellen das ein Hersteller wie z.B. Asus der in sämtlichen Elektronik-Produktsparten mitmischt ein besseres Produkt baut, als ein Unternehmen das sich auf ein Produkt beschränkt und sich damit quasi spezialisiert. Sicher gibt es noch andere gute Geräte wie einige Modelle von Sphairon/ZyXEL die AVMs Fritzboxen das Wasser reichen können, von denen habe ich bislang allerdings noch kein Gerät testen können.

Ein weiterer Grund für die Nutzung von AVMs Fritzboxen ist der grandiose Support. Kein Hersteller baut fehlerfreie Produkte, aber genau da zeigt sich was ein guter Hersteller ist und was nicht: wie AVM vor kurzem mit einem schwerwiegendem Sicherheitsproblem umgegangen ist, zeigt wahre Größe. Mehr dazu hier: http://www.heise.de/netze/meldung/Kommentar-zum…

Der letzte Grund der für mich wichtig ist, ist das AVM ein deutsches Unternehmen ist. Die Software ist quelloffen und kommt aus Deutschland. Das gibt mir ein einigermaßen sicheres Gefühl, vorallem wenn ich an die NSA Affäre denke. Es gibt sicher noch mehr gute Gründe für AVMs Fritzboxen (wie z.B. 5 Jahre Garantie), aber das sind für mich die wichtigsten drei.

 

So, und da ich wie gesagt keinen VoIP Anschluss habe, und auch nur ein Telefon, macht es für mich keinen Sinn eine 7000er Fritzbox mit integrierter Telefonanlage zu nutzen. Im Prinzip würde mir eine 2000er Fritzbox reichen, weil ich nicht mal WLAN im Router brauche, da der Router im Keller direkt neben dem APL an der Wand hängt. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass der Modem-Chip der in den 32xx und 72xx Fritzboxen verbaut ist (Infineon PSB80PGP), am besten für ADSL geeignet ist, zumindest an allen ADSL Leitungen die ich eingerichtet habe. Daher fällt meine Wahl auf eine Fritzbox 3270 (v3). Die überarbeitete 3270 also die 3272 habe ich auch ausprobiert, allerdings war sie genau wie alle 33xx & 73xx Boxen etwa 25% langsamer, als die 32xx & 72xx Boxen. Mein Test mit der 3272 war allerdings direkt nach der Markteinführung. Vielleicht hat sich da in der Zwischenzeit durch Softwareupdates was getan.

Endlich Breitband!

Angefangen hat alles damit, das ich vor ein paar Tagen nach „Breitbandausbau Herford“ gegoogled habe, und dadurch auf einen Artikel auf der Webseite des Kreis Herford gestoßen bin, der sich mit dem Breitbandausbau im Kreis Herford beschäftigt. Es handelt sich um diesen Artikel: http://www.kreis-herford.de/index.phtml?NavID=393.946&La=1
Hier ein Screenshot des Artikels, falls die Seite nicht mehr existiert

In dem Artikel steht, dass die Telekom plant im ganzen Kreis Herford auszubauen. VDSL2 mit Vectoring, Yeah! Was mich aber noch mehr gefreut hat ist, das Herford selbst und die Gemeinde Hiddenhausen als erstes dran sind und bis 2014 ausgebaut werden sollen. Der Rest soll bis 2016 dran sein. Aber es kommt noch besser: In dem Artikel ist ein Bild einer Karte (das leider sehr niedrig aufgelöst ist), anhand dessen man aber erkennen kann welche Kabelverzweiger ausgebaut werden sollen. Wenn man die Karte trotz niedriger Auflösung vergrößert, und sich Hiddenhausen beguckt, kann man erkennen das im Zentrum sehr viele Kabelverzweiger ausgebaut werden. Genau da wohne ich :D

Wie dem auch sei, ich habe mit der Frau Mohme die für diesen Artikel verantwortlich ist, einen Termin vereinbart um mir die Karte in höherer Qualität anzugucken. Ich hoffe, das ich vielleicht sogar erkennen kann ob der KVz an dem ich angeschlossen bin ausgebaut wird, denn ich bezweifel das alle KVz in meinem Dorf ausgebaut werden, auch wenn nirgendwo sonst im Kreis Herford die DSLAM-Pünktchen auf der Karte so dicht sind. Ausserdem möchte ich von der Frau Mohme wissen (und das ist eigentlich die wichtigste Frage), ob auch andere Internetanbieter die neue Infrastruktur der Telekom mitnutzen dürfen. Ich selbst bin nämlich nicht bei der deutschen Telekom, sondern bei EWE Tel.

Nachdem sich die Freude gelegt hat, habe ich mich gefragt warum Hiddenhausen mit als erstes dran ist, den ich selbst z.B. bin mit einer 10 mbit/s Leitung eigentlich gar nicht so schlecht dran. 10 mbit/s sind zwar hier nicht im ganzen Ort verfügbar, aber es gibt andere Orte im Kreis Herford die wesentlich schlechter dran sind (DSL light mit 384 kbit/s). Dann ist mir eingefallen, das in diesem Jahr eine wichtige Straße, nämlich die L545 (Bünder Straße) die Herford und Bünde verbindet saniert werden soll, allerdings (nach meinem Kenntnisstand) nur von Herford bis Lippinghausen. Das erklärt warum Hiddenhausen als erstes dran ist, denn diese Gelegenheit will sich die Telekom nicht entgehen lassen. Wenn die Straße sowieso neu gemacht wird, können auch mal eben ein paar Kabel drunter her gelegt werden. Und es erklärt auch, warum in Lippinghausen soviele KVz ausgebaut werden und sonst in Hiddenhausen kaum.

Edit:
hier noch die offizielle Presse-Mitteilung vom Kreis Herford: Presseinfo Breitbandausbau_Kreis_Herford_17102013.pdf